Lidkorrektur: Oberlider und Unterlider

Ziel einer Lidkorrektur ist ein ausdrucksstarkes Gesicht und eine grösser wirkende Augenpartie. Große, offene Augen mit klar definierten Umschlagsfalten, einem freiliegenden Liddeckel und einem makellosen Hautbild sind die Definition für eine jugendliche Augenpartie. Altersbedingt treten allerdings Veränderungen ein. Die Lider werden schwer, Tränensäcke und Altersfalten treten auf und die Augen erscheinen müde. Auch Umwelteinflüsse wie eine übermäßige Sonneneinstrahlung, besondere Lebensgewohnheiten, wie z. B. Nikotinkonsum oder eine erbliche Veranlagung können eine Rolle spielen.

Vorbereitung

Wichtig ist, den Zeitpunkt für die Lidkorrektur-Operation so zu wählen, dass die unmittelbaren Operationsfolgen und die Nachbehandlung eingeplant werden. Vermeiden Sie am Tag und auf jeden Fall am Abend vor der Lidkorrektur einen Alkohol– und Nikotinkonsum. Wie bei jeder Operation muss gewährleistet sein, dass keine krankhaften Umstände das Risiko des Eingriffes erhöhen. In der Regel kann eine Oberlidkorrektur in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Bei der Korrektur der Unterlider (oder in Kombination mit den Oberlidern) ist oft ein Dämmerschlaf sinnvoll. Daher ist es erforderlich, eine Blutuntersuchung und eventuell ein Elektrokardiogramm (EKG) durchzuführen. Bitte teilen Sie uns im Vorfeld mit, welche Medikamente Sie regelmäßig einnehmen. Diese können Sie nach Absprache mit dem Anästhesisten nach Anordnung einnehmen.

Operativer Eingriff

Lidkorrekturen werden in örtlicher Betäubung oder in einem leichten Dämmerschlaf durchgeführt. Bei geringer Ausprägung von Tränensäcken kann bei Unterlidern auf einen Hautschnitt völlig verzichtet werden. Stattdessen erfolgt die Fettentfernung durch einen völlig unsichtbaren Zugang von der Rückseite des Lides.

Die erforderlichen Schnitte werden mit einem speziellen Radiowellen–Gerät durchgeführt. Durch den Verzicht auf ein Skalpell treten deutlich weniger Schwellungen und Verfärbungen auf als bei den herkömmlichen Methoden.

Der Wundverschluss erfolgt an Ober– und Unterlidern jeweils mit einem einzigen Faden, der unter der Hautoberfläche die Wundränder zusammenhält. Abschließend werden hautfarbene Pflaster platziert.

Nachbehandlung

Damit die Schwellungen auf ein Minimum reduziert werden, erfolgt unmittelbar nach der Operation die Kühlung der Augen– und Wangenregion mit Kältepackungen.

Lidkorrekturen können in den meisten Fällen ambulant durchgeführt werden. Bei einem längeren Anreiseweg kann ein Klinikaufenthalt von ein bis zwei Tagen sinnvoll sein.

Die Entfernung der Fäden erfolgt nach fünf bis sechs Tagen. Nach sieben bis zehn Tagen sind die meisten Patienten wieder voll gesellschaftsfähig. Noch bestehende Rötungen können mit Make–up abgedeckt werden.

Nach etwa sechs Wochen sind alle Schwellungen abgeklungen. Solange sollten Sie Ihre sportlichen Aktivitäten einschränken.

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